1. Nacht:  Ein nettes Wiedersehen mit dem Baugrau

<xx>  Bei diesem Sonderdienst versuche ich zur Abwechslung mal eine kleine Serie. 30 Tage Baustellenbewachung. Ich weiß nicht, was mich dort erwartet, meistens allerdings bis auf Dreck gar nichts; es könnte also sein, dass du nun einen Monat jeden Tag die Neuigkeit vernimmst: Nix Neues.

Obwohl die letzte vergleichbare Baustellenbewachung so lange gar nicht her ist (war das nicht vor ziemlich genau einem Jahr?), hatte ich doch komplett vergessen, wie es ist, im Dreck und dem feinen, alles durchdringenden Baustaub zu sitzen. Meine schwarzen Stiefel sind grau (#808080), Hose und Parka schwarz-grau gescheckt, die Haare strohig und Elli ähnelt weniger einem Wolf als vielmehr Loriots Steinlaus in XXL. Ansonsten alles wie gehabt: zugig, dunkel, kaum DVBT-Empfang aber diesmal mit einer schicken Kabeltrommel aus Holz als Tischersatz und Internet. Die Trommel sollte ich kurz vor Feierabend am Besten mal in irgendeinen Winkel verstecken, damit sie auch morgen noch da ist. Feierabend, das ist nur noch ein Weilchen, um 9 Uhr ist Feierabend. Ich lade das schnell mal hoch und packe dann meinen Kram zusammen.

Das hier, obwohl ich drinnen im Bau nur sitze und gehe. Die Hose war um 20 Uhr noch rabenschwarz: