4. Nacht:  Die Schattenwelt

<xx>   Eine lustige kleine Anekdote ihrer Familie zum modernen Monopoly-Spiel - und wie es zeigt, was wir sind - beschreibt aktuell sehr schön Gabi. Ja, so ist es wohl, die einen (wie ich zur Zeit) sitzen mitten im Dreck und die anderen "lassen sitzen". Dies soll nicht als eine Beschwerde meinerseits missverstanden werden (ich habe mein Leben ausgesucht und außerdem mag ich "meine" derzeitige Baustelle sogar nachtnächtlich mehr), doch zeigt Gabis Spieleabend so wunderbar exemplarisch den wohl ewigen Widerstreit der Systeme - was oft hochgestochen wissenschaftlich klingt aber nur ein anderer Ausdruck für das Maß des Egoismus eines jeden einzelnen Menschen darstellt. Komme nun bloß keiner mit anerzogenen Charaktereigenschaften daher, von wegen, der Mensch sei das Resultat seiner Umgebung - das mag für manches stimmen, für den Kern des Charakters trifft es aber nicht zu, der ist angeboren oder neudeutsch einer genetischen Disposition unterworfen.

Und da bin ich auch schon wieder an dem Punkt angelangt, an dem meine "charaktereigene" Fantasie die Realität streift, denn vorhin erlebte ich eine weitere Metamorphose Ellis hin zu einem nächtlichen Schattenwesen. Das glaubst du nicht? Ich kann's beweisen, denn zufällig war die "Knipse" zur Hand:

Wohlgemerkt im fast Stockdunklen nur mit dem Sekundenbruchteil eines Blitzlichts im Selbstauslöse-Modus versehen. Ich zeigte auf Elli, nachdem ich sie gefragt hatte: "Und wer bist charakterlich du in Wahrheit?" Mit einem Mal dematerialisierte sich der Hund beginnend von seinem Kopf bis zur Schwanzspitze - ich drückte erneut den Auslöser der Kamera, und da hatte Elli mich bereits eingefangen und mitgenommen hinüber ins Reich der Schattenwelt: