14. Nacht:  Routine-Nacht

<xx>   Hachja, mit kleinen Sticheleien der Kollegen muss ich leben angesichts des dunklen hallenartigen Gebäudes, das ich mittlerweile in der Tat als mein zweites Zuhause bezeichnen kann. Staubmäßig wäre hier sogar ein nahes Verwandtschaftsverhältnis mit den heimischen heiligen Hallen festzustellen. Wenn ich also, wie gerade eben erst, nicht rechtzeitig an mein Handy gehe, weil ich momentan nicht weiß, in welcher Tasche es denn nun klingelt und meine Hände hektisch lange überall kramen, eh ich's dann endlich gefunden habe, dann enden die anschließenden Telefonate mit der Firmenzentrale natürlich jedes Mal in Sätzen wie: "na, dann leg dich mal wieder hin" oder ähnliches. Jaja, daraus spricht selbstredend nur der Neid des unter Stress stehenden Zentralisten über Ellis und meine mehr an einen Campingurlaub erinnernde Tätigkeit :-)

Ansonsten gibt's heute nichts Neues zu berichten. Die Hardcore-Studenten sind wieder da, spielen jetzt zur nächtlichen Stunde draußen noch Streetball und feiern mit lauter Musik und Flaschenbier - aber kein einziges weibliches Wesen ist dabei, ausnahmslos so um die 20 junge Männer. Party ohne Frauen? Das hätt's zu meiner Zeit nicht gegeben … Früher, da war ... Boahh, jetzt geht's aber altsackmäßig richtig los hier, was. Da bin ich lieber schnell wieder weg. Besser ist das.