17. Nacht:  Freie Zeit, Freizeit

<xx>   Nach zwei Wochen eine Nacht frei zu haben, ist herrlich. Diese freie Zeit zu Hause im heimischen Staub verbringen zu können, ist doch etwas ganz anderes als im fiesen Fremdstaub. Ich liebe meinen Staub ;-)

Gegen 9 Uhr muss ich erst mal für die kommenden Schichten Lebensmittel einkaufen, eine entsprechende Vereinbarung mit der Firma zu treffen, habe ich diesmal glatt vergessen (der/die treue LeserIn erinnert sich). Und was tu ich, statt zu putzen (die Waschmaschine wäscht ohne mein Zutun)? Habe schon wieder eine spontane Idee für eine kleine Webseite und sitze seit Stunden am XP-Rechner (der, der das alte Programm so schön ans Laufen kriegt). Im Hintergrund spielt die neue Stereoanlage; gut, dass ich sie kurz vor den Schichten fertig bekommen hatte. Elli wollte sich den ganzen Tag noch nicht bewegen (bis aufs Pipimachen im Garten).

Heute Abend geht's zurück zur Baustelle aber nächsten Sonntag werden Elli und ich auch wieder frei haben. Danach nur noch eine Woche, und die 30 Nächte sind vorüber. Alles, was dann kommt, verläuft normal und gemächlich (kurze Arbeitszeiten und genug freie Nächte) - bis zum Weihnachtsmarkt. Aber daran muss ich ja noch nicht denken.

Während Elli und ich uns also erneut die Nächte um unsere Ohren schlagen, sondert dieser dämliche Cem Özdemir von den Grünen weiterhin seine Dummheiten über die Beschäftigten im Wachgewerbe ab (außerhalb der Gesellschaft stehende) - bei Günther Jauch - und bläst damit ins selbe Horn wie der schlimme Arno Frank von "Spiegel Online". Langsam muss ich mich ja schon dafür entschuldigen, zu arbeiten. Soll ich mir vielleicht ein kleines Schild ans Revers stecken: "Ich bin kein Asozialer und stehe nicht am Rande der Gesellschaft, bin weder gewalttätig noch rechts und vermag mehr als zwei Sätze an einem Stück zu reden und sogar zu schreiben"? Nee, vermag ich nicht, das passt nicht auf so'n kleines Schild.