30. Nacht:  In die Verlängerung mit Indiana Jones

<xx>   Diesen Raum auf der Baustelle durchquere ich nur sehr ungern, denn ein Blick zur Decke lässt mich erschaudern …

Spitze Eisenstäbe wie Speere. An ihnen wird eine zweite Decke befestigt werden. Ich hoffe doch, sie wird Montagnacht fertig sein :-)

So, eigentlich wäre heute Schluss mit der Sonderbewachung dieser Baustelle, doch es folgt noch eine Zugabe. Sonntag habe ich frei und nächste Woche geht's in die Verlängerung. Ob es nach der Woche dann immer noch weiter geht, ist noch offen.

Ja, das gehört genauso zum Beruf eines Wachmanns: Bei Sonderbewachungen weiß man oft nicht, wie lange der eigene Einsatz dauern wird. Einerseits ist Flexibilität gefordert, andererseits wird Abwechslung geboten. Es ist interessant, wird nicht langweilig, ist manchmal schwer auszuhalten aber ein anderes Mal wünscht man sich, die Arbeit "für immer" zu behalten. Man blickt in etliche unterschiedliche Bereiche des Lebens hinein, guckt hinter eine Menge Kulissen, schaut auf Verborgenes, Unbekanntes oder Geheimes, ob in große Firmen, bei Veranstaltungen oder bei Privatleuten - man sieht viel und kann einiges lernen. Und da es immer eine zeitlich begrenzte Arbeit ist, geht sie einem nie so weit auf den Wecker, dass man eventuell darunter leidet oder nur widerwillig den Dienst antritt. Man ist stets zu 100 Prozent in der Aufmerksamkeit gefordert, es kommt daher kaum eine Routine auf, die zum Schlendrian und zu Unachtsamkeit führt. Oft weiß man nicht, wie die örtlichen Gegebenheiten am nächsten Arbeitstag sein werden. Alles in allem eine wirklich tolle Arbeit.

Ich für meinen Indiana-Jones-Teil bin auf jeden Fall gespannt, wie es am Montag weitergeht.