32. Nacht:  Riesen Baufortschritte

<xx>   Nach nur einer freien Nacht ist meine Baustelle kaum wiederzuerkennen. Da steckt eine erstaunliche Logistik hinter. Während die Trockenbauer noch überall am Rande werken, sind die Malerarbeiten fast fertig, die Elektroinstallationen funktionieren und der Innenausbau ist größtenteils vollendet. Die Indiana-Jones-Deckenfalle ist nun wie erwartet komplett als Decke getarnt. Hie und da wird noch gefliest und gleichzeitig das Mobiliar eingeräumt und aufgebaut. Die Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke müssen sich permanent gegenseitig auf die Füße treten. Mein Tisch, den ich bis jetzt noch immer zur Verfügung habe, und der vorher das sauberste Teil überhaupt war, ist mittlerweile im Vergleich zu allem anderen das staubigste Möbel geworden.

Interne Informationen vor Ort bestätigten mir heute eine weitere Verlängerung der Bewachung, obwohl ich diese Info noch nicht von meiner Firma bekommen habe. Dennoch höre ich mit diesem Baustellen-Bewachungs-Spezial nach 35 Nächten auf, denn für dich als Lesender wird es sonst zu langweilig und eigentlich ist dazu alles gesagt - es sei denn, es passiert noch etwas Unvorhergesehenes, was aber sehr wahrscheinlich auszuschließen ist. Freitag ist somit Schluss nicht für mich aber für dich. Wobei ich mir die tatsächlich letzte Nacht noch als 35. Nacht fürs Spezial vorbehalten werde, so dass Donnerstag im Tagebuch schon alles aufhört und irgendwann in ein, zwei Wochen die 35. Nacht dann nachgeschoben werden wird. Eine kleine Ausnahme zur Realität gewisser Maßen oder künstlerische Freiheit der Reportage ;-)

Auch ist der Bau jetzt so weit fortgeschritten, dass ich kaum noch Fotos machen kann, auf denen man nicht erkennen würde, um was es sich dabei handelt. Diskretion war aber schon mal ein Thema hier.

Es ist nichts mehr zugig, die Sachsen-Fenster sind dicht, Strom, Wasser, Licht, Mobiliar, alles vorhanden. Jetzt kann ruhig der angekündigte Herbst kommen. Macht er auch bereits. Gerade im Augenblick (2:00 Uhr) beginnt es stürmisch zu werden, noch trocken aber schon mit kräftigen Böen. Es ist der für Dienstag angekündigte Herbsteinbruch, der im Laufe des Tages das ganze Land erfassen wird. Schaun wir mal, ob wir in der Früh noch trocken nach Hause radeln können. "Wir" ist dabei natürlich relativ, denn Elli sowieso, sie sitzt im Hänger mit Regendach. Während ich in solchen Fällen stets pitschnass ankomme, steigt sie trocken am Ziel aus und wundert sich über die nasse Umgebung.

Gabi macht sich über ein interessantes Thema so ihre Gedanken: Selber rechtzeitige Vorsorge wohnungs-technisch fürs Alter zu treffen. Dazu würde ich auch gerne etwas schreiben, überhaupt zu anderen Themen als über die eigene Arbeit. Also es wird wirklich höchste Zeit für ein Ende dieses Spezials - zwei Nächte noch, dann ist Schluss, die letzte folgt dann später ... ach, sach bloß? Ich hatte das schon erwähnt? Naja, dann.